Komponenten des ECCO Toolkits
Das ECCO Toolkit bietet eine integrierte, mit modernsten Werkzeugen der Softwareentwicklung
ausgestattete Umgebung, die auf die Erstellung von EXPRESS-basierten Integrationslösungen
im Bereich der Produktdatentechnologie spezialisiert ist. Um flexibel auf die unterschiedlichen
Anforderungen der Anwender reagieren zu können, ist das ECCO Toolkit modular
aufgebaut und beinhaltet eine Reihe von Komponenten für die effiziente Realisierung
von EXPRESS-basierten Integrationslösungen (Bild 2):
Der ecco editor dient der einfachen Erstellung und Bearbeitung von EXPRESS und EXPRESS-C/X
Schemata. Neben den üblichen Funktionen eines Texteditors erleichtern insbesondere
die automatische Schlüsselwortvervollständigung (keyword completion),
das farbliche Hervorheben von Schlüsselworten (syntax highlighting) und das
EXPRESS Parameter Matching die schnelle Erstellung korrekter Schemata.
Der ecco compiler dient der syntaktischen und semantischen Korrektheitsprüfung
von EXPRESS Schemata und der Erzeugung von eigenständig ablaufenden Applikationen
oder der Generierung von dynamischen Bibliotheken, die zu einer bestehenden Applikation
(z.B. CAx-, oder PDM-System) hinzugebunden werden können. Neben EXPRESS unterstützt
der ecco compiler auch EXPRESS-C und EXPRESS-X vollständig.
Natürlich werden hierbei die jüngsten sog. Technical Corrigenda von EXPRESS
und die letzten änderungen von EXPRESS-C und EXPRESS-X berücksichtigt.
Der ecco compiler besitzt eine Vielzahl von Optionen, die das Verhalten der Kompilierung
optimal steuern.
Zur Instantiierung der Schemata stellt das ECCO Toolkit dem Benutzer zwei prinzipielle
Arten zur Verfügung, die beliebig miteinander kombinierbar sind:
- Mit dem ecco instance editor werden Instanzen in einer tabellen-orientierten
Art und Weise mittels Maus und Tastatur angelegt, modifiziert und gelöscht.
Ein Drag & Drop Mechanismus zur komfortablen Instantiierung ist integriert.
- Die zweite Art der Erzeugung von Instanzen erfolgt durch EXPRESS Funktionen und
Prozeduren und EXPRESS-C Operationen auf algorithmischem Weg. Die Algorithmen werden
mit dem ecco editor erstellt, dem ecco compiler übersetzt und durch die ecco
EXPRESS engine direkt ausgeführt. Auf diese Weise können sehr schnell
große Populationen, z.B. als Testdaten, erzeugt werden wenn gewünscht
auch interaktiv.
Zur Visualisierung von Instanzen steht dem Benutzer der instance explorer
zur Verfügung, der auch in großen Populationen eine schnelle Navigation erlaubt.
Der ecco debugger (Bild 3) wird zum einen dazu verwendet, die Algorithmen
zur Erzeugung von Populationen schrittweise auszutesten und ggf. vorhandene Fehler
in der Programmlogik zu korrigieren. Hierfür bietet der ecco Debugger die aus
anderen Programmierumgebungen bekannte Funktionalität (Einzelschrittmodus,
Setzen und Löschen von sog. BreakPoints, überspringen von Funktionen und
Prozeduren, Anzeige und Veränderung von Variableninhalten während der
Programmausführung, etc.).
Zum anderen wird der ecco debugger eingesetzt, um die EXPRESS-Regeln schrittweise
zu überprüfen und damit ihre Intention zu verifizieren.
Um die eingelesene oder erzeugte Population auf Korrektheit zu überprüfen,
steht der ecco constraint checker zur Verfügung (Bild 3). Er erlaubt sowohl
das Prüfen einzelner Instanzen als auch die Prüfung der Population kompletter
Schemata. Es stehen hierfür einer Reihe von Optionen zur Verfügung, die
nach der Art der gewünschten Korrektheitsprüfung ausgewählt werden
können: So können sowohl das oder die Schemata ausgewählt werden,
deren Daten überprüft werden sollen, als auch die Art der Prüfung
(local rule, global rules, etc.) eingestellt werden. Bei Bedarf können die
Ergebnisse der Korrektheitsprüfung in Reports gespeichert werden.
Um externe Applikationen (z.B. CAx- oder PDM-Systeme) an die mit dem ECCO Toolkit
entwickelten Applikationen anzubinden, steht das ecco API bereit. Es stellt semantisch
hochwertige Schnittstellen für gängige Programmiersprachen (C++, C, TCL,
Java, VisualBasic, etc.) bereit und deckt damit die Bedürfnisse der verschiedenen
Einsatzszenarien ab. über diese Schnittstellen können sowohl auf einzelne
Instanzen bzw. deren Attributwerte zugegriffen werden, als auch direkt Algorithmen,
wie z.B. EXPRESS Funktionen und Prozeduren oder EXPRESS-C Operationen, gestartet
werden.
Der ecco data adapter dient dazu, externe Datenquellen an die mit
ECCO erzeugte Applikation anzubinden. Unter anderem erlaubt er die Anbindung von
Datenbanken sowie das Lesen und Schreiben von EXPRESS-basierten Daten nach ISO 10303-21
(STEP-Dateien). Bei Einlesen von STEP-Dateien kommt ein fehlertoleranter Mechanismus
zum Einsatz, der es erlaubt, Daten fremder Schemata einzulesen. Fehler in den STEP-Dateien
und Mehrdeutigkeiten werden protokolliert, das Einlesen selbst wird nicht abgebrochen.
Der ecco data adapter erlaubt das selektive Speichern von Instanzen, d.h., beim
Schreiben von STEP-Dateien können diejenigen Schemata ausgewählt werden,
deren Instanzen in eine STEP-Datei geschrieben werden sollen. Bereits jetzt unterstützt
der ecco data adapter den Umgang mit Daten, die aus mehreren Schemata stammen.
Die ecco utility libraries stellen high-level EXPRESS Funktionen und
Prozeduren für spezielle Bereiche bei der Implementierung von Applikationen
bereit (z.B. Sortieralgorithmen) und erlauben den Zugriff auf Funktionen des jeweiligen
Betriebssystems (z.B. zu Dateimanagement). Diese Funktionen und Prozeduren können
in EXPRESS-C und EXPRESS-X Spezifikationen verwendet werden, um den Implementierungsaufwand
zu reduzieren.
Die ecco EXPRESS engine führt das durch den ecco compiler erzeugte
Programm aus und erlaubt das Lesen, Erzeugen und Löschen von Daten gemäß
den übersetzten Schemata. Wurden neben EXPRESS auch EXPRESS-C und /oder EXPRESS-X
Schemata vom ecco compiler übersetzt, können die darin enthaltenen Algorithmen
(Funktionen, Prozeduren, MAPs, etc.) durch die ecco EXPRESS engine gestartet und
abgearbeitet werden. Die eingebaute automatischen Speicherverwaltung erlaubt hierbei
eine komfortable Programmierung und sorgt u.a. dafür, dass keine Speicherprobleme
auftreten.
Das ecco GUI erlaubt den Zugriff auf alle Komponenten des ECCO Toolkits
durch die Bereitstellung einer intuitiven graphischen Benutzungsoberfläche.
Eine eingebaute Online-Hilfe sowie der project editor, mit dem sog. Projekte erstellt
werden können (Sammlung von EXPRESS, EPPRESS-C/X Dateien, Voreinstellungen,
etc.).
Die ECCO Produktlinie
Um für die unterschiedlichen Einsatzbereiche und Anwenderanforderungen geeignete
Werkzeugen zur Verfügung zu stellen, bietet die PDTec GmbH das ECCO Toolkit
in verschiedenen Konfigurationen an. Diese umfassen unter anderem die ECCO Personal
Edition und ECCO Professional als Basiskonfigurationen.
ECCO Personal Edition wendet sich in erster Linie an Entwickler von
EXPRESS Datenmodellen (wie z.B. STEP APs) und an Verantwortliche für die Validierung
und Dokumentation dieser EXPRESS Datenmodelle (z.B. Entwicklung von Abstract Test
Suites, Erstellung von AP-Validation Reports, Durchführung von Qualitätssicherungsmaßnahmen).
Die integrierte EXPRESS-C Unterstützung erlaubt zudem die Entwicklung von interaktiven
Anwendungen zur automatisierten Instantiierung von EXPRESS Datenmodellen und der
Manipulation dieser Daten.
ECCO Professional wendet sich an Entwickler von EXPRESS-basierten
Integrationslösungen. Es beinhaltet neben der vollen Funktionalität der
ECCO Personal Edition eine Reihe von Schnittstellen (ecco API), mit Hilfe derer
die Anbindung an externe Applikationen realisiert wird. Seine einfache Bedienbarkeit
sowie seine hohe Funktionalität und Flexibilität machen es zu einem wertvollen
Bestandteil eines jeden STEP Implementierungsprojektes.
ECCO XXL ist die jüngste Entwicklung der PDTec GmbH. ECCO XXL
implementiert die aktuelle Spezifikation der in ISO TC184/SC4/WG11 entwickelten
deklarativen Mappingsprache EXPRESS-X.
ECCO XXL ist zusammen mit den Basiskonfigurationen als ECCO XXL Professional und
ECCO XXL Personal Edition verfügbar. ECCO XXL Professional und die ECCO XXL
Personal Edition eignen sich besonders zur Entwicklung von Integrationslösungen,
die einerseits einen Schwerpunkt auf der Abbildung zwischen (auch strukturell sehr
unterschiedlichen) Datenmodellen haben, gleichzeitig aber auch prozedurale oder
objektorientierte Elemente benutzen. Hierzu zählt u.a. die Entwicklung von
Prozessoren, insbesondere für Anwendungen, deren zugrunde liegende Datenmodelle
häufigen Änderungen unterworfen sind.
Kunden, die ECCO Professional oder die ECCO Personal Edition bereits im Einsatz
haben, können mit ihrer Lizenz auf ECCO XXL Professional oder die ECCO XXL
Personal Edition wechseln.
Einsatz von ECCO in Implementierungsprojekten
Die Praxistauglichkeit des ECCO Toolkits wurde bereits in mehreren größeren
Entwicklungsprojekten (sowohl zur Produktentwicklung, aber auch im Rahmen von Forschungsprojekten
und zur Prototypentwicklung) nachgewiesen (siehe hierzu auch Beiträge an anderer
Stelle dieser Ausgabe). Das Einsatzgebiet des ECCO Toolkits beschränkt sich
nicht nur auf den PDM-Bereich auch im CAx-Umfeld wird ECCO bereits erfolgreich
eingesetzt.
Weltweit wurde bzw. wird das ECCO Toolkit bereits von über hundert Anwendern,
eingesetzt.
Verfügbarkeit
Das ECCO Toolkit ist auf allen gängigen Rechnerplattformen erhältlich.
Hierzu gehören unter anderem die Win32 Plattform (Windows 95/98/NT) sowie die
Unix-Derivate HP-UX, IBM-AIX, SGI-IRIX, LINUX und SUN-Solaris.
Für verschiedene Benutzergruppen (Non-Profit-Organisationen, Projektkonsortien,
Hochschulen) stehen spezielle Angebote zur Verfügung.
Weitergehende Informationen zum ECCO Toolkit und hierzu verfügbare Dienstleistungen
können unter der nachfolgend genannten Adresse angefordert werden.
Laden Sie hier eine freie
Trial-Version von ECCO
herunter.